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Mittwoch, 28. August 2019
Es geht um die Freude am Biken
Am Sonntag, 1. September, findet in Uster das fünfte Rennen des EKZ Cup statt. Für die Besten im Gesamtklassement geht es an diesem Sonntag um die Vorentscheidung im Kampf und dem Gesamtsieg. Für den organisierenden Veloclub Volketswil wie auch für die Mehrheit der Teilnehmenden steht die Freude am Mountainbiken im Vordergrund.

Für einige junge Mountainbikerinnen und Mountainbiker vom VC Volketswil ist der kommende Sonntag der Höhepunkt der Bikesaison. Denn der EKZ Cup in Uster ist das einzige Rennen im Jahr, an dem sie teilnehmen. Entsprechend ist die Vorfreude mit Spannung und Nervosität gemischt. Um diese jungen Rennfahrer kümmert sich Karin Halbheer, Vorstandsmitglied des VC Volketswil, der das Rennen mit Start und Ziel in der Reitanlage Buechholz organisiert. Oder um genau zu sein, sie hofft, dass sie genug Zeit dafür hat, denn ihr Hauptaufgabe ist die der Helfer-Chefin. Bei Karin Halbheer melden sich die vielen helfenden Hände zu ihrem Einsatz oder sie quittieren den Dienst, beispielsweise, weil sie bald zu ihrem Rennen starten. Mitarbeit am Rennen ist für die jungen Club-Mitglieder Pflicht, teilnehmen nicht.

Was in der Nachwuchsarbeit wirklich zählt

«Vor knapp zehn Jahren hatte der VC Volketswil noch sieben Junioren», erinnert sich Halbheer. Dass ein Verein, der keine jungen Leute mehr anzieht, auf die Dauer nicht existieren kann, ist klar. Es musste also etwas geschehen. Halbheer, die nicht nur J+S-Leiterin Radsport ist, sondern auch Lehrerin von Beruf, nutzte ihre Kanäle, gab Probetrainings in Schulen, warb für das Juniorentraining. Heute macht der Club keine Werbung mehr. Mit 40 Junioren im Alter von fünf bis siebzehn Jahren sind die sechs Trainerinnen und Trainer ausgelastet.

Der EKZ Cup ist zentral für den Verein, wobei es viel mehr um das gemeinsame Erlebnis geht, als um Platzierungen. Karin Halbheer, Nachwuchsverantwortliche des VC Volketswil, präzisiert: «In unseren Nachwuchstrainings steht die Freude am Mountainbiken und an der Bewegung in der Natur im Mittelpunkt. Daneben geht es uns darum, dass sich die Kinder und Jugendlichen in der Gruppe wohl fühlen. Junge Athleten an die Spitze zu führen verstehen wir nicht als unsere Aufgabe.»

Zahner auf dem letzten Platz

Natürlich kämpfen in jeder der neun Nachwuchskategorien junge Sportlerinnen und Sportler mit einigem Ehrgeiz um den Sieg. Doch selbst für Radprofis wie Simon Zahner geht es in Kinderrennen nicht um das Resultat. So landete sein vierzehnjähriger Sohn Levin am vergangenen Sonntag beim EKZ Cup in Eschenbach in seiner Kategorie auf dem letzten Platz. Darauf angesprochen meinte Zahner: «Ich habe in den letzten zwanzig Jahren viele Gesamtsieger gesehen, die mit 25 nicht mehr an Rennen auftauchten. Viel wichtiger ist es mir, dass die Kinder Freude am Biken haben und hier einen lässigen Sonntag erleben. Dass fünf Meter nach der Ziellinie der Glace-Stand steht, passt für mich perfekt zur Stimmung an diesem Anlass.»

Selber peilt Simon Zahner freilich schon die vordersten Ränge an. Dorthin will auch Marcel Wildhaber, der aktuelle Gesamtführende, der zum Abschluss seiner Profi-Karriere, noch den Gesamtsieg des EKZ Cup mitnehmen will. Beide langjährigen Profis haben sich bereits für den EKZ Cup Uster gemeldet.