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Mittwoch, 30. September 2020
Schaffen die Junioren erneut den Exploit?
Die beiden Junioren Finn Treudler und Lars Sommer, die in der Vorwoche bereits den EKZ Cup in Uster dominiert hatten, trachten auch in Wetzikon nach dem Sieg. Werden sie diesmal von den U23- und Elitefahrern Andrin Gees, Ramon Lauener, Konny Looser und Sven Olivetti überflügelt?

Wegen es Corona-Schutzkonzeptes wird der EKZ Cup in Wetzikon erstmals an zwei Tagen ausgetragen. Am kommenden Samstagnachmittag, um 15 Uhr, steht einzig das Hauptrennen mit allen Erwachsenenkategorien auf dem Programm. Zum Einsatz kommen da auch die zwei Dominatoren des EKZ Cups in Uster, Finn Treundler und Lars Sommer. Erneut dürfen sich die beiden starken Junioren, wie auch alle übrigen U19-Fahrer, über zwei Minuten Vorsprung auf das Elite-/U23-Peloton freuen. Sollten sich die Wetterprognosen bewahrheiten, ist erneut ein Rennausgang wie vor Wochenfrist in Uster möglich. Auf dem fahrtechnisch anspruchsvollen, glitschigen Parcours stiessen die Elite- und U23-Cracks, die mit zwei Minuten Handicap ins Rennen geschickt worden waren, bald auf die langsameren Fahrerinnen und Fahrer der anderen Kategorien – derweil die schnellen Junioren an der Spitze weitgehend unbehelligt ihre Runden drehen konnten.

Gees, Lauener, Looser und Olivetti als Jäger

Die Favoriten auf den Sieg in der Hauptkategorie sind die gleichen wie in Uster. U23-Fahrer Andrin Gees und die drei Elite Ramon Lauener, Konny Looser und Sven Olivetti, die sich alle schon als EKZ-Laufsieger feiern lassen konnten. Der Älteste des Quartetts, Konny Looser, hat beste Erinnerungen an den EKZ Cup in Wetzikon. Im Mai 2017 startete der inzwischen 31-Jährige sogar im blauen Leadertrikot des Cup-Führenden und betonte die Wichtigkeit der Rennserie, die auch für ihn als Sprungbrett in höhere Kategorien diente und letztlich eine Existenz als Bike-Professional ermöglichte. Am Schluss unterlag er damals zwar seinem härtesten Widersacher Simon Zahner knapp. Der Rest der Saison wurde jedoch zur erfolgreichsten in der Karriere des Hinwilers: Er wurde Bikemarathon-Schweizermeister und gewann auch die nationale Rennserie Bike Marathon Classics.

Die Auswirkungen von Corona

Diesmal stehen die Vorzeichen allerdings etwas anders. Auch in Loosers Rennkalender hat die Corona-Krise tiefe Spuren hinterlassen. Anstatt an Wettkämpfen teilzunehmen, arbeitet Looser derzeit wieder im Familienbetrieb als Dachdecker. Er sagt: «Ich habe die Rennsaison eigentlich bereits abgeschlossen, möchte die Veranstalter in Wetzikon aber nicht im Stich lassen. Ich finde ihren Mut und ihr Engagement in diesen schwierigen Zeiten mustergültig. Das möchte ich mit meiner Anwesenheit untermauern.» Gleicher Meinung ist auch Loosers Frau Vera, die den EKZ-Lauf in Uster als Zweite beendet hatte und auch in Wetzikon zu den Favoritinnen zählt.

Am Sonntag starten dann ab 8.30 Uhr in drei Blöcke aufgeteilt alle Kids-Kategorien – so Wettergott Petrus will bei etwas gnädigeren meteorologischen Bedingungen, will man der Prognose glauben.